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Ärztliche und psychotherapeutische Gleichberechtig...

Dr. ...
Bewertung:


Ärztliche und psychotherapeutische Gleichberechtigung zum Wohl des Patienten

Es ist nachgewiesen, dass oft bei Patienten mit körperlichen Krankheiten (Ulcus etc.) eine seelische, soziale Ursache vorliegt und demnach erst die Psychotherapie eine wirksame Behandlung ist. Psychologen müssen nach 5 Probesitzungen zwingend zu einem Antrag auf Psychotherapie einen ärztlichen Konsiliarbericht schriftlich einholen. Sollten auch Ärzte zwingend einen psychologischen Konsiliarbericht einholen, wenn ein Patient nach 5 Besuchen ohne entscheidende Besserung geblieben ist (Ausnahme, natürlich chronische körperliche Krankheiten!)?

Diskussion

4 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 30 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Abstimmungsergebnis

Halten Sie einen Konsiliarbericht auch für Ärzte sinnvoll?

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Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Bei den offenbar bis zu 5 Probesitzungen handelt es sich um eine Vertrauensbildung zwischen Patienten und Therapeuten, damit dieser sich bei fehlendem "Draht" zum Therapeuten noch bei einem anderen Psychotherapeuten vorstellen kann. Der Konsiliarbericht soll die ärztliche Einschätzung wiedergeben und auch eine evtl. notwendige psychiatrische Untersuchung u./o. Therapie mit berücksichtigen, da der Patient sich nicht nur aufgrund einer Überweisung oder Empfehlung, sondern auch aus eigener Entscheidung einem psychologischen Psychotherapeuten zuwenden kann. Die psychologische Psychotherapie ist aus meinem Verständnis heraus dann sinnvoll, wenn sich auch am Verhaltens- oder Denkmuster des Patienten durch entsprechende Gesprächstherapie etwas zum Positiven ändern sollte und auch läßt. Im Umkehrschluß muß dieses vorgeschlagene Verfahren jedoch differnzierter betrachtet werden. Grundsätzlich sollte sich jeder behandelnde Arzt nach fehlender Besserung unter der eingeschlagenen Therapie kritisch fragen, ob die Behandlung insuffizient ist bzw. ob die Arbeitsdiagnose stimmt und wie kann ich diesen eingeschlagenen Weg korrigieren bzw. durch welche diagnostischen Maßnahmen kann ich die bisherige Diagnose stützen oder widerlegen. Falls hier die Entscheidung nicht möglich ist, sollte auch eine Überweisung an einen kompetenten Kollegen/-in miteinbezogen werden. Fast alle chronischen Erkrankungen und Beschwerden verursachen auch psychische Reaktionen und evtl. auch Veränderungen, was Sie auch bereits angedeutet haben, jedoch sollte eine evtl. sinnvolle Empfehlung und Vorstellung bei einem psychologischen Psychotherapeuten sehr gut vorbereitet sein, um den Patienten nicht zu verschrecken, ihm nicht das Gefühl zu vermitteln seine körperlich verspürten Beschwerden würden nicht ernstgenommen und würden auf eine psychische Ebene verschoben, was meist immer noch negativ bewertet wird. Hierzu gehört eine differenzierte Anamnese, die dann auch einen entsprechenden Zusammenhang der Beschwerden schlüssig erkennen läßt, ein klinischer Untersuchungsbefund und evtl. ergänzende technische Untersuchungsbefunde, die somatische Erkrankungen weitgehend ausschließen können. Wenn ich dann den Patienten überzeugen kann, daß im Vordergrund ursächlich seine psychischen Belastungen stehen, kann ich ihn auch motivieren
einen entsprechenden Therapeuten mit einzubeziehen.(leider etwas lang geworden- der Beitrag-)
Discender

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Nach 5 Besuchen ohne Besserung`? oder Änderung ? der Symptome -das ist hier nicht ganz klar -- sollte überlegt werden ob die Diagnose stimmt ! und allerspätestens dann Fragen zur Klärung psychosomatischer Erkrankungen folgen. Eine Weiterbildung in "Psychosomatischer Grundversorgung " rate ich an - wenn diese schon vorliegt- frage ich micht wozu ein Psychologe dazugezogen werden sollte. Und ! gerade bei chronisch organischen Erkranungen --> COPD und KHK führend - besteht eine sehr hohe Comorbidität zu Depressiven Erkrankunge - also gerad hier sind die Psychologen/inne und Psychiater/innen als Mitbehandler gefragt und gefordert

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Wenn wir den Eindruck haben, dass ein Psychologe oder Facharzt für Psychotherapeutische Medizin erforderlich wird, um unserem Patienten eine Weiterbehandlung zu ermöglichen, sollten wir das zu jedem Zeitpunkt der Behandlung machen in dem dies notwendig wird. Dieses Gebiet gehört zu unserer Medizin wie alle anderen Fachbereiche auch.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Psychiatrie und Psychotherapie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
psychotherapie, konsiliarbericht

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23