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Amalgam: Ein Gift wird ignoriert

Dr. ...
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Amalgam: Ein Gift wird ignoriert

Wieso wird auf der einen Seite Amalgam als Umweltgift betrachtet, so dass Zahnärzte Amalgamabscheider einbauen und das Amalgam als Sondermüll entsorgen müssen und andererseits verweigern die Krankenkassen die Kostenübernahme für eine Sanierung, obwohl Studien vorliegen, die belegen, dass die Belastung des Körpers linear zu Anzahl und Liegedauer der Plomben ist? Mann kann nicht einerseits ein Gift in biologische Systeme legal einbringen lassen und andererseits die Entsorgung als Sondermüll mit Auflagen versehen!
Klare Regelung müsste sein: Amalgam und Zahnkunststoffe werden verboten, die liegenden Füllungen werden ausgetauscht zu Lasten der Krankenkassen!

Diskussion

3 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 74 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Lieber Kollege,

ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass Amalgam kein zeitgemaesser Zahnkunststoff ist. Allerdings nennen Sie Amalgam und Zahnkunststoffe, die verboten gehoeren. Keramik und Metalllegierungen sind auch Kunsstoffe.
Viel wichtiger ist die Frage der Kostenuebernahme der Sanierung der Amalgamfuellungen, das Deutsche Krankenkassensystem ist bestimmt nicht in der Lage die Sanierung der gesamten Krankenversicherten im GKV/PKV System zu bezahlen. Medizinisch sollte es das, aber das ist nur ein Aspekt:-(

Gruesse,

meinarzt

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Ich selbst wurde schon als Jugendlicher zahnmäßig reichlich mit Amalgam befüllt, da ich den Wert des Zähneputzens damals unterschätzt hatte und Fluoridprophylaxe 1960 ein Fremdwort war, allerdings habe ich keine Störungen deswegen. Bei den meisten Patienten sehe ich das gleiche, nämlich keine Probleme. Wenn die Plomben lang genug drinhängen und oxidiert sind, geht wohl sehr wenig davon in den Organismus. Beim Total-Entfernen und mit z. B. Gold ersetzen geht wohl eher massenhaft in den Organismus. Diejenige, die mit Amalgamsorgen zu mir kamen oder sich alles Gold machen ließen, würde ich eher als mindestens hypochondrisch veranlagt , wenn nicht stärker neurotisch (oder sogar psychotisch) belastet, anschauen. Natürlich ergaben sich dadurch auch selten längere Kontakte dazu.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologie

Nun bin ich ja selber kein Zahnarzt oder Toxikologe, allerdings habe ich am eigenen Leib festgestellt, daß die möglicherweise "zeitgemäßeren" Kunststoffüllungen so etwa 2 Jahre halten. Dann fällt eventuell erst durch Zahnschmerzen auf, daß sie sich am Rand etwas gelockert hatten, es wird wieder gebohrt und gebohrt und die Zahnsubstanz schwindet. Mein Vater trägt Amalgamfüllungen die weit älter als 10 Jahre sind.

Daß Zahnarztpraxen Amalgamabscheider benötigen liegt sicher auch daran, daß an diesem lokal begrenzten Ort eine wesentlich größere Menge anfällt, als ein einzelner Patient jeweils in sich trägt, nämlich die Menge sehr vieler Patienten, was dann schon einen Klumpen ergibt.

Ich würde auf jeden Fall selbst Amalgam einer Kunststoffüllung vorziehen, und habe dies sogar schon getan.

Trotzdem finde ich es gut, daß Zahnärzte das Zeug nicht kiloweise dem Hausmüll überantworten dürfen. Einen Widerspruch kann ich da nicht erkennen.

Viele Grüße!

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Pharmakologie und Toxikologie, Anthroposophische Medizin, Homöopathie, Naturheilkunde,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
amalgam, plomben, zahnkunststoffe

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04