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Behandlung eines kleinen Nierenzellkarzinoms

Dr. ...
Dr. ...
FA für Urologie
Bewertung:


Behandlung eines kleinen Nierenzellkarzinoms

Kleines Nierenzellkarzinom von 1,6 cm Größe am Oberpol. Welche Therapie? OP? RITA? Kryotherapie? Wait and see?

Diskussion

6 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 31 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

IMMER operativ!!!

Bei dieser Größe und Lage ist eine organerhaltendene Resektion möglich, sie kann sogar laparoskopisch erfolgen.

Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

Weiterhin empfehle ich die Vorstellung beim Urologen, denn dieser führt für gewöhnlich die Therapie des Nierenzell-Ca durch.

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Allgemeinmedizin

Natürlich operative Therapie, ob organerhaltend oder nicht, muss intraoperativ entschieden werden.

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und für eine organerhaltende Operation stimmen.

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Innere Medizin

30% der unter dem Verdacht eines Nierentumors operierten Patienten haben einen gutartigen Tumor. Gerade bei alten multimorbiden Patienten ist da die Op., die ja dann in 30 % der Fälle um sonst war, schon sehr problematisch. Ich frage mich, warum nicht öfter vorher CT-kontrolliert biopsiert wird.

Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

@Muderlak

Die Biopsie von Nierentumoren ist sehr umstritten. Derzeit wird wegen der Möglichkeit der Tumorzellverschleppung eher davon abgeraten.

Woher die 30 % benignner Tumore stammen, kann ich aus der Praxis nicht nachvollziehen. Von den 10 Tumoren, die ich in diesem Jahr zur OP schickte, waren 8 Nierenzell--Carzinome, 1 Ductus-Bellini-Ca und 1 Onkocytom.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Urologie

Kommentar zu "Arzt_4140":
In der Tat ist die Biopsie von Nierentumoren weiterhin umstritten. Es gibt aber zunehmend positive Daten zu Tumorbiopsien (Betonung liegt auf BIOPSIE - sogenannte Saugbiopsien/ Aspirationszytologien sind völlig ungeeignet) die die präoperative Entscheidung erleichtern. Über eine Tumorzellverschleppung nach Stanzbiopsien wird bisher nicht berichtet. Die einzigen Literaturangaben die dazu vorliegen sind älteren Datums und berichten über Metastasen im Punktionskanal nach Aspirationszytologie (Dabei wird der Tumor mit der Punktionsnadel quasi "zerstochert"). Theoretisch denkbar ist eine Tumorzellverschleppung bei einer Stanzbiopsie dennoch.

Kommentar zu "Muderlak":
Bei multimorbiden Patienten sollte man sich zunächst die Frage stellen ob eine Abklärung des Befundes dann auch in einer OP-Indikation enden würde. Bei fraglichen Fällen kann man auch eine Verlaufskontrolle diskutieren.
Inwieweit jedoch ein histologischer Befund die Therapieentscheidung vereinfacht ist ebenfalls fraglich. Zum einen ist die histologische Beurteilung von Nierentumoren an einem Biopsiezylinder sehr anspruchsvoll, zum anderen sind Nierentumore häufig inhomogen aufgebaut. Problematisch wird es weiterhin bei der histologischen Diagnose "Onkozytom". Insbesondere dort ist die Interpretation schwierig und die Abgrenzung zu einem malignen Tumor mit onkozytären Komponenten nicht immer möglich.
Sollte dennoch die Entscheidung für eine bioptische Abklärung getroffen werden, so ist eine sonographiegestützte Biopsie (so der Befund sonographisch gut darstellbar ist) als "Echtzeitverfahren" einer CT-gestützten Biopsie vorzuziehen. Dabei sollte die Biopsie aus dem Randbereich des Tumors entnommen werden da zentrale Nekrosen in Nierentumoren häufig sind.

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Pathologie

Organerhaltene Tumorentfernung, das ist doch wohl logisch.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Nephrologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
nierenzellkarzinom, rita, kryotherapie

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23