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Deutscher Ärztetag - Ärzte wollen medizinische Lei...

Dr. ...


Deutscher Ärztetag - Ärzte wollen medizinische Leistungen rationieren

In Ulm findet derzeit der 111. Deutsche Ärztetag statt.
Dabei heiß diskutiert: die Vergütung der Ärzte. Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe fordert 4,5 Milliarden Euro für die niedergelassenen Ärzte, um eine bessere und vor allem ausreichende Versorgung der Patienten sicherzustellen.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hält jedoch 2,5 Milliarden für ausreichend.
Zudem betont Schmidt, dass die Ärzte entscheiden müssen, was medizinisch notwendig ist. Die Ärzteschaft fordert hingegen, dass die Politik klar festlegen soll, welche Behandlung die Kassen bezahlen und welche nicht.

Wir möchten gern Ihre Meinung wissen!

1. Halten Sie die derzeitigen Ärztehonorare für ausreichend?

2. Befürchten Sie in Zukunft eine Verschlechterung der Patientenversorgung?

3. Soll die Politik festlegen, welche Behandlung von den Kassen bezahlt wird?

Diskussion

2 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 78 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

ich denke,dass mit einer besseren Verteilung der Gelder im Gesundheitssystem (mehr für ärztl.Leistungen-weniger für Pharma)und mehr Transparenz (Rechnung an Kassenpat.)schon viel getan wäre.Es ist viel Geld im System,es kommt nur zuwenig bei uns an!

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Pathologie, Allgemeine Gynäkologie

Leider drehen sich nach wie vor Politik, Krankenkassen und Ärzte im Kreis. Jedes Segment zieht am anderen. Von den Pharmafirmen mal ganz abgesehen.
Letztendlich sind die Patienten die Verlierer an diesem Konstrukt, da die Versorgung und vor allem das wichtige Arzt- Patienten- Verhältnis leidet.
Die Situation bei niedergelassenen Ärzten, dass beispielsweise Termine auf das nächste Quartal verschoben werden, führt zu Frust bei den Patienten. Meiner Meinung nach absolut nachvollziehbar. Aber muss von einem Arzt erwartet werden, Patienten kostenfrei zu behandeln, da sein Budget bereits erschöpft ist? Ich denke nicht. Frau Schmidt möchte doch gerne mal Manager befragen, ob sie kostenlos einen Deal abschließen, wenn der Vertragspartner gerade nicht liquide ist.
Ärzte werden finanziell nicht ausreichend honoriert, da der Arzt nicht in der freien Marktwirtschaft arbeitet.
Jeder Arzt weiss natürlich, dass die Gelderverteilung im Gesundheitswesen durch die Symbiose der einzelnen Kompartimente sehr schwierig ist. Allerdings muss der Arztberuf wieder neu respektiert und honoriert werden. Es wird leider oft vergessen, dass man als Arzt die größte Verantwortung für einen Menschen hat. Überarbeitung und Frust können zu kleinen Fehlern, die einem Menschen leider auch das Leben kosten können. Und das wird finanziell nicht ausreichend honoriert, da der Arzt nicht in der freien Marktwirtschaft arbeitet.
So, wie es momentan ist, darf es keinesfalls bleiben. Gerade junge Ärzte sind frustriert, überarbeitet, überfordert und sehen teilweise keine Perspektive mehr in Deutschland. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Der Nachwuchs geht verstärkt ins Ausland. Da scheint es auch zu funktionieren.
Und ich fünf Jahren haben wir einen definitiven Ärztemangel in Deutschland.
Ich denke, wenn man den Ärzten mehr Verständnis entgegenbrächte, gäbe es weniger Frust auf Seiten der Ärzte und auch Patienten. Jetzt darf abgewartet werden, inwiefern Frau Schmidt auf die Belange der Ärzte eingeht. Herr Prof. Hoppe hat die Situation des Gesundheitswesens genau auf den Punkt gebracht.

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ärztetag ulm, ulla schmidt, rationierung medizinischer leistungen, honorar

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23