Hier einloggen:
Username oder E-Mail Adresse

 
Passwort

 

Entwicklungs-Psychologie

Dr. ...
Bewertung:


Entwicklungs-Psychologie

Welche Ressourcen für die Entwicklung von seelischer Gesundheit und Stabilität halten Sie für wichtiger, gute Gene oder gute Erziehung?

Diskussion

7 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 62 Ärzte verfolgen diese Diskussion
2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Pathologie

Bei dieser jahrzehntealten frage schlägt das pendel der meinungen mal nach der einen, mal nach der anderen seite.
knappe antwort auf eine knappe frage: beides
falls man seitenlang argumente diskutiert, landet man am schluss dann doch wieder bei der knappen antwort.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Der Grad der Neurotizierung ist entscheidend. Genetische Ausstattung und Erziehung hängen damit zusammen, sind aber eher sekundär oder sogar tertiär.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Pathologie

Meines Erachtens kommt es nicht auf die Wichtigkeit an, sondern auf das, was man (Arzt und Patient) daraus macht. An der genetischen Disposition kann man bislang und vermutlich bis auf weiteres nichts ändern, an der "Erziehung" im weitesten Sinne schon. Erziehung sollte allerdings besser mit "Erlerntem" umschrieben werden, da ein großer Teil der Neurotizismen selbst gemacht und nicht anerzogen sind.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Lieber Kollege Arzt_3566,
ich halte die persönlichen Erfahrungen und die durch- u. überlebten Krisen als sehr wichtig um auch in schwierigen Lagen psych. einigermaßen stabil zu bleiben, jedoch muß es da auch eine nicht zu unterschätzende genet. Komponente geben. Es ist denke ich auch wichtig, wie man auf Krisen reagiert, mit Kampf oder Depression z. B.? Ich denke, daß die reine Erziehung in der Familie da wenig bewirken kann.
Warum ist die eine als Kind schwer missbrauchte Frau eine Akademikerin und kommt in ihrem Leben zurecht, während die andere mit selbstverletzendem Verhalten und Substanzmißbrauch reagiert, sich gar leidvoll von einer Therapie zur anderen schleppt?
Auch Intelligenz und (ja!) Weisheit (Prof. Dr. Linden -Weisheitswforschung) gehören zu den Resourcen, die auch wir Therapeuten nicht unterschätzen sollten.
Ich kann Ihnen da nur Prof.Dr. Rainer Lutz empfehlen (Selbstfürsorge und resourcenorientiertes Arbeiten), der auf dem Psychotherapie-Symposion in Warstein 2008 einen sehr guten Vortrag gehalten hat. Denn auch wir als Therapeuten sollten unsere Recourcen pflegen... ich bin wohl etwas vom Thema abgekommen, aber Patienten, die es schaffen, für sich selbst gut zu sorgen, werden besser mit Krisen umgehen können.
Herzlichen Gruß, Alpine

0 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Alpine, Sie kommen mir vor wie meine Mutter: woher willst du denn wissen, wie sich das Kind entwickelt? Die Wirklichkeit zeigt abeer doch deutlich, die Mehrzahl der 'Verhunzten' Kindheiten bleiben verhunzt ohne Hilfestellung. Ein Aha-Erlebnis aus der Anfangszeit:
Zitat-Pat.: Sie meinen also wirklich, daß ich selbst und nur ich selbst die Situation ändern kann? Für mich damals die eindeutige Bestätigung - ein Artikel oder ein Buch trägt zwar zur Verbesserung bei, aber die verbalisierten Gedanken der Pat. retten den Feierabend.
Gruß, mbuhle

Dr. ...Dr. ...
FA für Pathologie

Sinnvolle Hinweise zur Beantwortung dieser Frage kann man in der Salutogeneseforschung bei A. Antonovsky finden, auch bei L. Reddemann, die sich ausgiebig mit Resilienz-faktoren und deren Erforschung auseinandersetzt und das Thema außerordentlich einprägsam anhand schwersttraumati-sierter oder zumindest belasteter Persönlichkeiten vor- wiegend aus Kunst, Literatur und Musik beschrieben hat. Letztendlich scheinen es die Entwicklung und Verinnerli- chung von Werten zu sein, die es Menschen auch unter Extrembedingungen und schädigenden Umwelteinflüssen oder entsprechender Genetik ermöglichen, ihre seelische und körperliche Gesundheit zu bewahren, wie z.B. Demut, Bescheidenheit, Einfühlungsvermögen, Barmherzigkeit etc. Diese bekommt man weder vererbt noch anerzogen. Die Wertentwicklung scheint sich eher so ähnlich zu gestalten wie das Erlernen einer Sprache, indem man nämlich von klein auf entsprechende Beobachtungen in der sozialen Umwelt machen kann und sich dann die entsprechenden Regeln ableitet (s.a. Chomsky). Eine gelungene Zusammenfassung findet sich bei Glofke-Schulz, "Löwin im Dschungel. Sehbehinderte und blinde Menschen zwischen Stigma und Selbstwerdung", Psychosozial-Verlag. Die am Beispiel der Sehschädigung beschriebene Krisenverarbeitung und Selbstwerdung und die Faktoren, die das ermöglichen sind mühelos auf nahezu alle anderen Arten der Krisenerfahrung, schwerer oder chronischer Erkrankungen und Behinderungen und den Umgang damit von Seiten sowohl der Patienten als auch der Prfessionellen Helfer übertragbar. Ich fand das Buch äußerst hilfreich und das Thema in der psychothera-peutischen Ausbildung einfach zu unterrepräsentiert.

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Allgemeinmedizin, Allgemeine Psychiatrie

Hallo liebe Kollegin alpine,
das ist eine spannende Frage, jedoch hier nicht abschliessend zu beantworten.
Beides zu besitzen ist erfreulich! Heute weiss man, dass traumatische Erfahrungen die Genregulation beeinflussen.Bleiben Traumata "abgekapselt" , d.h. finden keine Verarbeitung, wirken sie ein ganzes Leben mehr oder weniger..(leider schliesst sich eine solche Wunde nie ganz)...modifiziert durch RESSOURCEN :) wie Fähigkeiten des Menschen zur Selbstberuhigung, Abgrenzung, Freude ..Fähigkeit, in anderen Menschen sympathische Gefühle auszulösen(Likabilität)..Verfügen über gute "innere Objekte"!

In 20 Sekunden Mitglied werden!

„esanum - Ihre Ärzteplattform im Internet


Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Pathologie, Allgemeine Psychiatrie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
einfluss von umwelt, genetik, entwicklung

Andere interessante Beiträge

neuer BeitragScharlach....
...mal eine ganz blöde Frage an die Pädiater, Internisten und Allgemeinmediziner . Ist Sch...
neuer BeitragWie verringert man die Anzahl unnötig verordneter MRTs?
Mehr als 50% der MRT-Untersuchungen, die von Patienten unaufgefordert in meine Ordination ...
neuer BeitragEBV....EKG Veränderungen
Kürzlich hatten wir eine jungen Patienten, 17 Jahre alt mit einer aktiven EBV Infektion. ...
neuer BeitragNaturheilmittel und Nahrungsergänzungsmittel bald rezeptpflichtig in Kanada? Und bei uns?
In der Kanadischen Presse wird ein neues Gesetz namens "Bill C-51" derzeit heiss diskutier...
neuer BeitragHerr Doktor reist online nur inkognito...
Die Einstellungen bei esanum ermöglichen jedem Nutzer, unter einem Pseudonym aufzutreten. ...
Kontakt | AGB | Datenschutz | ihre Fragen | Hilfe | Presse | Impressum
esanum.de | esanum.at | esanum.ch | esanum.es | esanum.it | esanum.fr
letzte Änderung: 8.5.2012 18:23