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Inhalative Corticoide gegen Asthma bei Kindern

Dr. ...
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Inhalative Corticoide gegen Asthma bei Kindern

Gibt es differentialtherapeutische Überlegungen bei der Anwendung von inhalativen Corticoiden für die Asthma-Therapie bei Kindern, insbesondere vor dem Hintergrund einer langjährigen Behandlung?

Diskussion

9 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 99 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Abstimmungsergebnis

Haben Sie positive Erfahrungen bei der Anwendung von inhalativen Corticoiden gemacht?

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6 von 12 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Nach meinen letzten Eindrücken und Fortbildungsinformationen äußert sich der Papst der Kinder-Pneumologie Dr.med.Roland Riedl-Seifert (Kassel) deutlich gegen eine Steroid-Inhalations-Therapie bei Kindern ,sondern empfiehlt die DNCG-Inhaltion (auch wenn etwas teurer); sollte dies als regelmäßige Anwendung nicht reichen, empfiehlt er weiterhin kurzwirksames Salbutalmol und wenn nötigt einen Leukotrien-Antagonisten (Singulair).
Discender

6 von 7 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Ich halte die Anwendung von DNCG für einen Irrweg; welches Kind inhaliert schon viermal am Tag? Die "Kortikoid-Phobie" von Herrn Riedl-Seifert ist allgemein bekannt - ob er der "Papst" der Kinder-Pneumologie ist, hängt vom jeweiligen Glauben ab. Sicher sinnvoll ist ein Therapie-Versuch mit Montelukast (Singulair), bevor höher dosierte Steroide zum Einsatz kommen.

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Der Kommentar von Herrn Korrupp (hallo Andreas) trifft den Nagel meiner Meinung nach auf den Kopf. Sicher hat man ein ungutes Gefühl, wenn man perennial höherdosiert ein inhalatives Steroid bei einem Kind geben muss, um ein Asthma zu kontrollieren, aber noch schlechter fühlt man sich doch, wenn das Kind täglich/nächtlich durch das Asthma beeinträchtigt ist, oder? Leider ist die Ansprecherquote bei Montelukast ja auch nicht so hoch, dass man auf die Alternativen verzichten kann.

3 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Augenheilkunde

Als Erwachsenen Pneumologe und Vater einer asthmakranken Tochter ist mir der "Papst" nicht bekannt. Auch meine Tochter wurde initial erfolglos nicht mit inhalativen Steroiden behandelt. Pathophysiologisch bieten aber inhalative Steroide den besten Weg. Nach Umstellung auf inhalative Steroide von Montelukast besserte sich die Erkrankung deutlich. Bei Erwachsenen sind inhalative Steroide der Goldstandard, warum man bei den minimalen Dosen bei Auswahl eines guten Steroids Sorgen hat bleibt im Nebel der Steroidphobie hängen.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin

Dazu moechte ich die Ergebnisse der CAMP (Childhood Asthma Management Program) -Studie empfehlen. Einer der Artikel ist z.B. zu finden unter:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizin

Inhalative Corticoide erlebe ich im Notfalldienst bei Kindern als sehr gut wirksam.
Das hat mich aber nicht vor einem Regress bewahrt, da ich Pulmicort als Praxisbedarf rezeptierte obwohl man die aktuelle Bedarfsliste so interpretieren kann. Ich hätte die Kinder zuerst mit einem Rezept in die 13 km entfernte Apotheke schicken müssen.............

1 von 7 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Die erheblichen Umbauvorgänge der Bronchialschleimhaut lassen oft keine andere Wahl als inhalative Kortikoide. Es ist ein Segen, wenn die Kinder wieder gut schlafen und Sport machen können.
Allerdings resultiert Asthma, wie auch Allergien (z. B. euschnupfen) aus Überforderungen und bedarf immer einer geeigneten Psychotherapie, oft auch eines der Eltern oder beider.
Ich selbst hatte 29 Jahre schweres Asthma mit inhalativem Kortison und wurde durch moderne Hypnose vor 5 Jahren vollständig geheilt. Mittlerweile mache ich diese Therapien selbst mit größten Erfolgen.

0 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Mit verbaler Hypnose kann ab der 1. Klasse behandelt werden.
Es war Heuschnupfen gemeint.

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Anmerkung zu Herrn Kollegen Saueressig:

es gibt keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse, dass "Hypnose" bei Asthma eine Wirksamkeit hat. Ebensowenig gibt es Beweise dafür, dass Asthma und Allergien aus "Überforderungen" resultieren und durch Psychotherapie behandelt werden müssten. Ich bitte darum, in dieser Diskussion "sachlich" zu bleiben.

Dr. A. Korupp

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Augenheilkunde

Kann die Diagnose "Asthma" als gesichert vorausgesetzt werden ist Inhaltives Korticoid die erste Wahl bei Kindern. Zu Kindern mit einer chronischen Erkrankung hält man doch auch als Arzt einen engen Kontakt und wird so bald merken, dass der Schweregrad unduliert. Eine angepasste Dosis kann Reduktion, manchmal sogar vorübergehend bis Null bedeuten.Die Überwachung des Asthma ist doch viel besser geworden, seit man NOex messen kann.Und Schulen Sie dei kranken Kinder, immer und immer wieder, diese sind meist lernfähiger als die Eltern!

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Pädiatrische Intensivmedizin, Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Pulmologie (KuJ)

Zwei große Vorteile der inhalativen Therapie führen zur Reduktion von Nebenwirkungen der Kortikosteroide: Zum Einen die Möglichkeit der gezielten, lokalen Anwendung und somit möglicher Dosisminderung. Zum anderen zerfällt der Wirkstoff einiger Kortisonpräparate, sobald diese ins Blut übertreten, in unwirksame Stoffwechselprodukte. Die am häufigsten auftretende Nebenwirkung ist meiner Meinung nach die Wachstumsverzögerung/hemmung (wie auch im Beitrag von Frau Tietze genannt). Hier wiederum wird häufig von einem Ausgleich bis zum Erwachsenenalter berichtet. Die Anwendung ist wie bei jedem Medikament nicht unbedenklich, allerdings überwiegt in diesem Fall der positive Effekt enorm.

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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Pulmologie, Pulmologie (KuJ), Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
asthmatherapie, corticoid, kindliches asthma

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23