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Morbus Meniere

Dr. ...


Morbus Meniere

Ist es denkbar, dass ein junger Mensch von 28 Jahren schon einen Meniere hat? Wie ist der neueste Kenntnisstand? Geht man weiterhin von einem endolymphatischen Hydrops aus, und gibt es neue Behandlungsmethoden außer medikamentös-dämpfend, Saccotomie oder Ausschaltung (Gentamycin)?

Diskussion

2 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 29 Ärzte verfolgen diese Diskussion
0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Ich habe von den Neurologen gehört,dass die trotzdem vorsichtshalber einmal MRT machen.

Dr. ...Dr. ...(1)
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Ja, auch ein 28 jähriger kann einen Menieré haben.

Der M. Menieré ist auch heutzutage noch eine Ausschlußdiagnose, die die klassischen Symptome rezidivierender Tieftonhörsturz, Drehschwindel und Tinnitus beinhaltet. Pathophysiologisch geht man weiterhin von einem endolymphatischen Hydrops aus, wobei nicht klar ist, ob eine Resorptionsstörung oder Überproduktion vorliegt. Diagnostisch gehört neben der Audiometrie und thermischen Vestibularisprüfung auf jeden Fall eine BERA bzw. MRT zur Beurteilung des Kleinhirnbrückenwinkels (Ausschluß KBW-Tumor, neurolog. Erkrankungen) dazu. Weitere diagnostische Möglichkeiten, um Hinweise für einen Menieré zu bekommen sind z.B. die Phasenaudiometrie und Elektrocochleographie. 100 % nachweisen läßt sich der Meniere mit keiner dieser Untersuchungen - man kann damit jedoch die Verdachtsdiagnose erhärten.
Die Therapie ist primär medikamentös z.B. Aequamen, Picrotoxin Zäpfchen (als 6 Wo Kur), bei starken rezidiv. Schwindelanfällen ist eine Gentamycinapplikation in die Paukenhöhle möglich. Chirurgisch ist die Saccotomie das Verfahren der Wahl.
Die Erkrankung schreitet stetig fort, der Endpunkt ist eine zunehmende Hörminderung bis Ertaubung des betroffenen Ohres und der Ausfall des Gleichgewichtsorganes.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Allgemeine HNO,

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meniere

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04