Hier einloggen:
Username oder E-Mail Adresse

 
Passwort

 

Rückgang von HWS-Beschwerden unter Antibiose

Dr. ...
Bewertung:


Rückgang von HWS-Beschwerden unter Antibiose

Einer meiner Patienten leidet seit Jahren unter chronischen HWS-Beschwerden im Sinne von Muskelverspannungen (durch Saunagänge und Wärme werden die Beschwerden temporär besser) nach zwei HWS-Operationen (eine wegen Spinalkanaleinengung, eine zur Freilegung/Entlastung von N. ulnaris und N. radialis). Er „renkt“ nach eigenen Angaben seine HWS selbstständig immer wieder ein und schafft dadurch vorübergehende Beschwerdemilderung.
Bereits mehrfach habe er beobachtet, dass nach Antiobitika-Einnahme (z. B. wegen Seitenstrang-Angina) innerhalb von Stunden seine HWS-Beschwerden „zu 90% zurückgehen“. Dies sei unabhängig vom verwendeten Antibiotikum, so seine Angaben.
Können Sie mir eine mögliche Erklärung anbieten? Er ist selbst definitiv überzeugt von diesem Zusammenhang.

Diskussion

7 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 76 Ärzte verfolgen diese Diskussion
1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Empfehlung:
3 Phasenszintigraphie HWS zur Abklärung eines verdeckten entzündlichen Prozesses. Evtl auch MRT HWS und Abklärung
der Zähne.
MfG

4 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Neurologie

Für mich hört sich das schon sehr nach einer somatoformen Störung an. Chronische Schmerzsyndrome sind häufig von einer funktionellen Komponente begleitet (oder gar ausschließlich damit zu erklären), wobei ich dem Patienten nicht unterstellen möchte, dass alles psychogen ist. Aber das die Beschwerden auf irgendein Antibiotikum innerhalb von Stunden nahezu verschwinden ist ja wissenschaftlich nicht zu erklären. 1. wirkt nicht jedes Antibiotikum auf jeden Erreger. 2. müssen die möglichen Keime auch erstmal absterben und 3. würde sich eine bakterielle Infektion im Bereich der HWS sicher mit einer schwereren Symptomatik präsentieren als das hier der Fall ist.

1 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Würde dringend empfehlen nach Borreliose zu untersuchen, wenn nicht schon ausgeschlossen. Patientin ist Allergikerin. Erkundigen Sie sich nach Behandlung mit Bioresonanz.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Solange an den Bakterien gedacht wird, bleibt es unerklärlich. Es ist bekannt, dass bei P-n, die wegen fragliche Borreliose viele Infusionen mit Antibiotika bekommen, verschwinden verschiedene muskulo-skeletale Beschwerden. Das wurde immer dem antientzündlichen Potential von Antibiotika zugeschrieben.
Ob es nach einigen Stunden schon helfen kann ….

Dr. ...Dr. ...
Neurologie, Allgemeine Psychiatrie

Kann Koll. Wendt (23.1.09) nur zustimmen.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Das deutet nur darauf hin, dass hinter der "Entzündung" im HWS-Bereich ein fokales, bakterielles Herdgeschehen steckt, das durch die Antibiose vermindert wird. Zu empfehlen ist die Tonsillektomie und die Suche nach Zahnherden.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ein Herdgeschehen seltenster Art findet sich unter
http://www.smw.ch/docs/pdf/2000_47/2000-4 ... 0.PDF , dargestellt (Spondylodiszitis als Folge bei M. Whippel -allerdings schon aus dem Jahr 2000) .
Ungeachtet dessen bleibt die Wirkung innerhalb von Stunden unerklärt!

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Vielleicht auch an Tuberkulose denken. Spondilodyszitis wäre für mich auch die wahrscheinlichste Erklärung.

In 20 Sekunden Mitglied werden!

„esanum - Ihre Ärzteplattform im Internet


Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Andere interessante Beiträge

neuer BeitragZufallsbefund Sinusitis
HNO-ärztliche Frage: Bei einer jungen gesunden Patientin (30) wird im einen Schädel-NMR ...
neuer BeitragUmstellung auf Leponex
Sehr geehrte Kollegen, 17-jähriger Patient mit schwer einstellbarer Psychose, bekommt s...
neuer BeitragPatientin m. chronischen therapieresistentem Harnwegsinfekt
Patientin, Jahrgang 67, 2000 Kolposuspension nach Bruch bei Stressinkontinenz, danach k...
neuer BeitragAppendizitis-Behandlung mit Antibiotika?
Von 350 Appendizitis-Patienten waren bei 238 eine Therapie mit Antibiotika primär erfolgre...
neuer BeitragFragen und Antworten zur COPD und Infektiologie
Liebe Kolleginnen und Kollegen, haben Sie Fragen oder auch Antworten zur COPD und Infe...
Kontakt | AGB | Datenschutz | ihre Fragen | Hilfe | Presse | Impressum
esanum.de | esanum.at | esanum.ch | esanum.es | esanum.it | esanum.fr
letzte Änderung: 8.5.2012 18:23