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Tinnitus nach Schleudertrauma

Dr. ...


Tinnitus nach Schleudertrauma

Pat. mit Tinnitus nach HWS-Schleudertrauma. HNO-ärztlicherseits hyperämisierende Medikation ohne Effekt (wie zu erwarten). Wer hat einen Vorschlag zur Therapie? Gibt es eventuelle Alternativmedizin?

Diskussion

7 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 116 Ärzte verfolgen diese Diskussion
1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)

Sehr geehrter Kollege,

Habe persönlich mit Ihrer Frage noch keine Erfahrung, habe aber gelesen, dass just zu diesem Thema ein Buch erscheinen wird:

Tinnitusbehandlung mit komplementärer Medizin
TCM und andere komplementäre Verfahren bei Ohrgeräuschen

Golenhofen, Michael

ISBN: 978-3-437-57700-0
2008
ca. 160 Seiten, Gebunden

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 15. 08. 2008

Mit feundlichen Grüßen

3 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Ich hab gute Erfahrungen mit der craniosakralen Osteopathie bei Tinnitus aurium und i.B. bei Schleudertrauma

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Als erstes Mittel würde ich Arnica ( z.B. C30 2x tägl. 3 Glo über ca 4-5- Tage )als bewährtes Traumamittel geben. Auch Akupunktur hat sehr gute Erfolge bei HWS- bedingtem und noch nicht chronifiziertem Tinnitus.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Es ist zunächst zu klären ob der Tinnitus wirklich durch das Schleudertrauma oder eventuell durch ein Lärmtrauma durch den Aufprall beim Unfall oder den aufgehenden Airbag verursacht wurde. Hinweise hierbei finden sich in der Art des Tinnitus und des eventuell nachweisbareb Hörverlustes im Tonschwellenaudiogramm. Ein Tieftonabfall im Tonschwellenaudiogramm und ein tieffrequenter Tinnitus sprechen eher für einen Zusammenhang mit der oberen HWS, häufig bestehen zusätzlich Schwindelbeschwerden, hier wäre die orthopädische und Manualtherapeutische Behandlung sinnvoll. Ein hochfrequenter Tinnitus und ein Abfall bei 4 KHz im Audiogramm sprechen eher für ein Lärmtrauma. Bei letztgenanntem Fall sind durchblutunsfördernde Medikamente wie Haes 6% aber vor allem Kortison i.v 250 mg/tgl über 3 Tage erfolgversprechend. Natürlich nur wenn das Ereignis nicht schon Wochen zurückliegt.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie

Ich bitte um Nachsicht für mein Plädieren, den Begriff "Schleudertrauma" fallenzulassen, weil es ein solches nach Einführen der Kopfstützen nicht mehr gibt. Der Kopf schleudert bei einem Aufprall nicht mehr frei hin und her. Besser ist es, von HWS-Distorsion zu sprechen.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Allgemeine HNO

Hallo , guten Abend.
Neben HNO -Facharzt bin ich auch Kieferchirurg. In der Literatur findet sich bei ca. 60 % aller HWS Schleudertraumata eine KiefergelenksKOntusion. Diese wird meistens übersehen. Durch ein Arthrose u. Schwellung kann es dann -auch nach längerer Zeit zu Trigeminusreizungen oder Tubenventilationsstörungen kommen . Häufig finden sich in diesen Fällen auch Hörstörungen .Also unbedingt das Kiefergelenk konrollieren . Therapie Hochdisiert antirheumatisch und antiphlogistisch , Kiefergelenk entlasten durch z.B.Schiene , lokale Infiltration mit z.B. Lidocain. Wir sehen hier immer häufig Überraschungserfolge -auch nach spätem Behandlungsbeginn. MfG W.Scheerer

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Interressannte Theorien und Therapievorschläge gibt Kuklinski in seinem Buch Schwachstelle Genick

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin, Allgemeine HNO

Wie ich schon ausgeführt habe , sind Kontusionen der Kiefergelenke bei Schleudertraumen sehr häufig .Sie werden regelmäßig übersehen , weil andere Schädigungen im Vordergrund stehen , z.B. HWS Luxationen , Schädeltraumen etc. Die Kiefergelenkskontusionen werden deshalb häufig verkannt und nicht behandelt.
Die Therapieerfolge sind manchmal dramatisch, auch nach langen Zeiträumen . Voraussetzung ist selbstverständlich ein intaktes Innenohr ohne den bekannten Hochton-abfall. MfG W.Scheerer

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Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Neurologie, Allgemeine HNO, Anthroposophische Medizin, Homöopathie, TCM, Naturheilkunde,

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tinnitus, schleudertrauma

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letzte Änderung: 18.11.2011 0:04